Bocksbeutel als Präsent – zu Weihnachten immer wieder beliebt. In unserem Packraum herrscht – wie jedes Jahr – Hochbetrieb. Die Bocksbeutel werden in edle Buntdruckkartons verpackt und weltweit versandt…
Der Most vergärt – das Gärgas entweicht – aus Zucker wird Alkohol
Die Ernte ist eingebracht. Mit 63 hl/ha für uns die kleinste Ernte seit den Jahren 96/97. Die Qualitäten aber mit 75-80 Öchslegraden im Durchschnitt durchaus ordentlich nach dem wechselhaften Witterungsverlauf des Jahres.
Nun steht die Arbeit im Keller im Vordergrund: nach der Gärung wird der junge Wein von der Hefe abgetrennt und geklärt. Die ersten Proben verkosten sich angenehm fruchtig, frisch und lebendig.
Heute wurden die letzten Trauben in unserem Weingut geerntet. Die berühmte Lage “Rödelseer Küchenmeister” am Schwanberg ist eine der besten Lagen Frankens. Hier wächst natürlich Silvaner und bei einer wunderbaren Morgenstimmung können wir die letzten Trauben lesen. Das Ergebnis mit 79 Öchslegraden ist bei guter Menge ein schöner Abschluß. Weitere Bilder unter http://www.flickr.com/photos/voelkerwein/sets/72157625155001954/
Die sonnigen Tagen haben doch noch Öchslegrade gebracht. Der Grauburgunder war heute noch relativ gesund und konnte mit 83 Grad geerntet werden. Für die Lesehelfer bei dem Superwetter eine Traum-Lese. Weitere Bilder unter http://www.flickr.com/photos/voelkerwein/sets/72157625024099771/
Top-Wetter, ein goldener Oktober. Und zum Ende auch gute Öchslegrade. Der Kerner war schon immer unser Spitzenreiter und erfreut uns auch in diesem schwierigen Jahr mit 91 Öchslegraden. Bestes Ergebnis heuer.
Es staubt beim Leeren der Eimer
Edelfäule - Botrytis
Die Butte mit Botrytis-Trauben staubt beim Leeren
Mehr Bilder finden Sie bei flickr: http://www.flickr.com/photos/voelkerwein/sets/72157625140807842/
Am gestrigen Montag haben wir den Silvaner vom Kitzinger Eselsberg geerntet. Mit 73° Oechsle waren wir durchaus zufrieden, aus dem Saft dieser Trauben wird ein schöner Qualitätswein werden. Bei der steilen Lage ist an eine Maschinenlese nicht zu denken, sodass alles per Hand geerntet werden musste, ein gutes Stück Arbeit aber stets die schönste Weinbergsarbeit des Jahres. Sehen Sie hier einige Aufnahmen:
Trockene, sonnige Tage müssen genutzt werden. Heute ist die Rotweinsorte Regent an der Reihe, die Trauben sind überreif und haben die richtige Süße. Die Lesemaschine rückt um 10 Uhr an und hat einen halben Hektar in 65 Minuten abgeerntet. Das Ergebnis ist mit 86 Oechslegraden erfreulich.
Die aktuellen Daten des Weinbaurings Franken e.V. geben nach einem nicht ganz leichten Sommer Hoffnung auf ein ordentliches Leseergebnis:
Aktuelles Mostgewicht und Gesamtsäure der fränkischen Trauben aufgeschlüsselt nach Rebsorten
Sicher werden die Spitzenergebnisse vom vergangenen Jahr nicht erreicht werden können, aber wir werden uns auch 2010 wieder einiger guter Tropfen erfreuen können. Gerade die späteren Sorten können noch eine Weile hängen bleiben, gerade unser Kerner vom Kitzinger Eselsberg, gewissermaßen von unserem “Goldesel”, ist vielversprechend.
Ein aufmerksamer Leser hat uns eine Mail mit der Frage geschrieben, ob auf einem der Bilder aus dem letzten Post Stroh in den Weinbergszeilen läge und wenn ja warum. In der obigen Aufnahme sieht man es dann ganz deutlich: in der Tat haben wir in den letzten Tagen das letzte Stroh in den Weinbergen verteilt. Eigentlich macht man das dann Anfang August, die Nässe hat es jedoch über Wochen unmöglich gemacht, mit dem Traktor ohne Gefahr die Hänge hinauf und hinab zu fahren. Deshalb dieses Jahr die vierwöchige Verspätung. Aus ökologischen Gründen (u. a. wegen der Nitratauswaschungen) wird empfohlen, das möglichst vor der Weinlese durchzuführen (deshalb haben wir dieses kurze, trockene Zeitfenster genutzt). Nach der Ernte darf der Boden bis zum nächsten Frühjahr ruhen und sich einer vielfältigen Vegetation erfreuen.
Und warum macht man das nun? Zum Einen dient das Stroh der Lockerung des Bodens und damit auch der verbesserten Wasseraufnahme bzw. der Verringerung der Verdunstung. Nur aus diesem Grund wäre es bei diesem regenreichenreichen Sommer jedoch nicht nötig gewesen. Die steilen Lagen sind jedoch zum Anderen stets mehr oder weniger von Erosion bedroht. Und das Einbringen von Stroh verhindert das Abschwemmen des Erdreichs. Einfaches Mittel aber effektiv.